"F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig"

"F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig"
10.12.2021 – 11.12.2021
Bekannt wurde Habjan mit seinem ungewöhnlichen und gewagten Projekt, das er gemeinsam mit Simon Meusburger, dem Leiter des Wiener Schubert Theaters realisierte. Sie verarbeiteten eine reale Geschichte. Friedrich Zawrel wurde in der NS-Diktatur... weiterlesen
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Event-Info

Bekannt wurde Habjan mit seinem ungewöhnlichen und gewagten Projekt, das er gemeinsam mit Simon Meusburger, dem Leiter des Wiener Schubert Theaters realisierte. Sie verarbeiteten eine reale Geschichte. Friedrich Zawrel wurde in der NS-Diktatur in der Wiener „Kinderfachabteilung“ Spiegelgrund von dem Anstaltsarzt Heinrich Gross als „sozial minderwertig“ eingestuft und sadistischen Experimenten ausgesetzt.

Jahre später traf Zawrel erneut auf seinen einstigen Peiniger. Jener Mann, der das Leben so vieler Kinder zerstört hatte, führte seine Karriere als Gerichtspsychiater auch nach dem Krieg unbescholten fort. Der Fall sorgte international für Aufregung: Erst 1997 kamen die «Euthanasie»-Morde von Gross zur Anklage, der Prozess zog sich allerdings wegen angeblicher Demenz des Beschuldigten so lange hin, bis dieser 2005 verstarb. Postum wurde Dr. Gross sein „Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse“, mit dem er 1975 vom Staat geehrt wurde, aberkannt.

Das Stück „F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig“ entstand in enger Zusammenarbeit mit Zawrel selbst. Der Abend ist eine ungewöhnliche Mischung, er ist brutal und humorvoll zugleich.

Regie SIMON MEUSBURGER
Buch, Puppenbau und -spiel NIKOLAUS HABJAN

Einführung 19:15 Uhr

Foto: Lex Karelly

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Bekannt wurde Habjan mit seinem ungewöhnlichen und gewagten Projekt, das er gemeinsam mit Simon Meusburger, dem Leiter des Wiener Schubert Theaters realisierte. Sie verarbeiteten eine reale Geschichte. Friedrich Zawrel wurde in der NS-Diktatur in der Wiener „Kinderfachabteilung“ Spiegelgrund von dem Anstaltsarzt Heinrich Gross als „sozial minderwertig“ eingestuft und sadistischen Experimenten ausgesetzt.

Jahre später traf Zawrel erneut auf seinen einstigen Peiniger. Jener Mann, der das Leben so vieler Kinder zerstört hatte, führte seine Karriere als Gerichtspsychiater auch nach dem Krieg unbescholten fort. Der Fall sorgte international für Aufregung: Erst 1997 kamen die «Euthanasie»-Morde von Gross zur Anklage, der Prozess zog sich allerdings wegen angeblicher Demenz des Beschuldigten so lange hin, bis dieser 2005 verstarb. Postum wurde Dr. Gross sein „Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse“, mit dem er 1975 vom Staat geehrt wurde, aberkannt.

Das Stück „F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig“ entstand in enger Zusammenarbeit mit Zawrel selbst. Der Abend ist eine ungewöhnliche Mischung, er ist brutal und humorvoll zugleich.

Regie SIMON MEUSBURGER
Buch, Puppenbau und -spiel NIKOLAUS HABJAN

Einführung 19:15 Uhr

Foto: Lex Karelly