8 | Festkonzert: Die Thomaner

8 | Festkonzert: Die Thomaner
am 09.10.2022
Motetten aus der Geistlichen Chor-Music 1648 von Heinrich Schütz und Werke von Hans Leo Hassler, Johann Hermann Schein, Sethus Calvisius, Steffen Schleiermacher und Samuel Scheid Die Liste der Kompositionen, die dem Thomanerchor gewidmet... weiterlesen
Tickets ab 6,50 €

Termine

Orte Datum
Zeitz
Dom St. Peter und Paul
So. 09.10.2022 17:00 Uhr Tickets ab 6,50 €

Event-Info

Motetten aus der Geistlichen Chor-Music 1648 von Heinrich Schütz und Werke von Hans Leo Hassler, Johann Hermann Schein, Sethus Calvisius, Steffen Schleiermacher und Samuel Scheid

Die Liste der Kompositionen, die dem Thomanerchor gewidmet sind, ist lang. Das beeindruckendste Geschenk in acht Jahrhunderten Chorgeschichte erhielten die Thomaner am Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 vom Dresdner Hofkapellmeister Heinrich Schütz. Der hatte zwar nichts mit der Thomaskirche zu tun, schätzte aber den Chor derart, dass er den Thomanern, die unter Krieg und Pest gelitten haben wie kaum ein zweites Ensemble, seine berühmte Geistliche Chor-Music widmete. – Denn er habe „in der Tat befunden, wie der Musicalische Chor zu Leipzig allezeit vor andern einen großen Vorzug gehabt“, lobte Schütz in seiner Vorrede zum Werk überschwänglich. Geschickt verband der namhafteste Musiker Sachsens sein Geschenk zudem mit einer Bitte: Die Stadt solle den Chor „wie bisher erhalten und stärken“. Die Widmung ließ sich Leipzig viel kosten: 22 Gulden und 18 Groschen sandte man nach Dresden – eine Summe, die die sonst üblichen Zahlungen nach derartigen Widmungen weit überstieg.

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Motetten aus der Geistlichen Chor-Music 1648 von Heinrich Schütz und Werke von Hans Leo Hassler, Johann Hermann Schein, Sethus Calvisius, Steffen Schleiermacher und Samuel Scheid

Die Liste der Kompositionen, die dem Thomanerchor gewidmet sind, ist lang. Das beeindruckendste Geschenk in acht Jahrhunderten Chorgeschichte erhielten die Thomaner am Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 vom Dresdner Hofkapellmeister Heinrich Schütz. Der hatte zwar nichts mit der Thomaskirche zu tun, schätzte aber den Chor derart, dass er den Thomanern, die unter Krieg und Pest gelitten haben wie kaum ein zweites Ensemble, seine berühmte Geistliche Chor-Music widmete. – Denn er habe „in der Tat befunden, wie der Musicalische Chor zu Leipzig allezeit vor andern einen großen Vorzug gehabt“, lobte Schütz in seiner Vorrede zum Werk überschwänglich. Geschickt verband der namhafteste Musiker Sachsens sein Geschenk zudem mit einer Bitte: Die Stadt solle den Chor „wie bisher erhalten und stärken“. Die Widmung ließ sich Leipzig viel kosten: 22 Gulden und 18 Groschen sandte man nach Dresden – eine Summe, die die sonst üblichen Zahlungen nach derartigen Widmungen weit überstieg.