1831 - Die Abschiedsstunde - Siebtes festliches cammerphilharmonisches Concert

1831 - Die Abschiedsstunde - Siebtes festliches cammerphilharmonisches Concert
am 29.04.2022
Als Johann Wilhelm Tolberg im September des Jahres 1831 stirbt, liegt nicht nur ein reiches und erfolgreiches Leben hinter ihm, sein Wirken ist vor allem in jeder Hinsicht als nachhaltig zu bezeichnen. Nicht nur das Gesicht seiner Wirkungsstätte,... weiterlesen
Tickets ab 6,50 €

Termine

Orte Datum
Schönebeck
Dr.-Tolberg-Saal
Fr. 29.04.2022 19:30 Uhr Tickets ab 6,50 €

Event-Info

Als Johann Wilhelm Tolberg im September des Jahres 1831 stirbt, liegt nicht nur ein reiches und erfolgreiches Leben hinter ihm, sein Wirken ist vor allem in jeder Hinsicht als nachhaltig zu bezeichnen. Nicht nur das Gesicht seiner Wirkungsstätte, dem heutigen Bad Salzelmen, war nun als Kurort mit Badebetrieb gänzlich verändert, auch in zahlreichen anderen Stätten, die eine Saline hatten, entstanden Solebäder, sodass seine Bedeutung als Mediziner nicht hoch genug einzuschätzen ist.

Im selben Jahr beenden zwei Komponisten ihr Erdendasein, die ebenfalls auf ein langes und kreatives Leben zurückblicken können. Der in Niederösterreich geborene spätere Wahlfranzose Ignaz Pleyel war als Virtuose, Komponist, aber auch als Konzertveranstalter und Verleger gleichermaßen erfolgreich. Die Instrumente seiner Klavierfabrik wurden in alle Welt verschickt, in seinem Verlag wurden Komponisten wie Haydn, Mozart und Beethoven gedruckt, und schließlich entstand aus seinem Musiksalon einer der bedeutendsten und herrlichsten Konzertsäle der Welt, die „Salle Pleyel“ in Paris. Daher verwundert es umso mehr, dass die mitreißenden, sehr individuellen Sinfonien nur selten den Weg auf unsere Bühnen finden, ebenso wie die Werke des Böhmen Franz Krommer, dessen Klarinettenkonzert zu den Perlen der Literatur zählen dürfte und in unserem vielseitigen und sehr beliebten Solo-Klarinettisten Jerzy Bojanowski einen wunderbaren Solisten findet. Eines der wichtigsten Werke „aus Tolbergs Zeit“, die Trauer-Sinfonie von Joseph Haydn, wird dem Todesjahr der drei Herren ihren Respekt zollen.

Auf eine ganz eigene, individuelle Weise wird die Komposition von Charlotte Seither sich mit der kristallinen Struktur des Salzes beschäftigen, dieser im Leben Tolbergs so wichtigen Substanz.

Eine besondere Freude ist es, den Konzertmeister des Kölner Gürzenich-Orchesters Torsten Janicke nach seinem Gastspiel 2020 erneut bei uns als musikalischen Leiter begrüßen zu dürfen.

Das Programm:

Uraufführung eines Werkes von Charlotte Seither (Berlin; www.charloetteseither.de)

Joseph Haydn - Sinfonie Nr.44 e-Moll Hob. I:44 „Trauer-Sinfonie“
Franz Krommer - Konzert Nr.1 Es-Dur für  Klarinette und Orchester op.36
Charlotte Seither - Neues Werk
Ignaz Pleyel - Sinfonie f-Moll B.138

Event-Info

Als Johann Wilhelm Tolberg im September des Jahres 1831 stirbt, liegt nicht nur ein reiches und erfolgreiches Leben hinter ihm, sein Wirken ist vor allem in jeder Hinsicht als nachhaltig zu bezeichnen. Nicht nur das Gesicht seiner Wirkungsstätte, dem heutigen Bad Salzelmen, war nun als Kurort mit Badebetrieb gänzlich verändert, auch in zahlreichen anderen Stätten, die eine Saline hatten, entstanden Solebäder, sodass seine Bedeutung als Mediziner nicht hoch genug einzuschätzen ist.

Im selben Jahr beenden zwei Komponisten ihr Erdendasein, die ebenfalls auf ein langes und kreatives Leben zurückblicken können. Der in Niederösterreich geborene spätere Wahlfranzose Ignaz Pleyel war als Virtuose, Komponist, aber auch als Konzertveranstalter und Verleger gleichermaßen erfolgreich. Die Instrumente seiner Klavierfabrik wurden in alle Welt verschickt, in seinem Verlag wurden Komponisten wie Haydn, Mozart und Beethoven gedruckt, und schließlich entstand aus seinem Musiksalon einer der bedeutendsten und herrlichsten Konzertsäle der Welt, die „Salle Pleyel“ in Paris. Daher verwundert es umso mehr, dass die mitreißenden, sehr individuellen Sinfonien nur selten den Weg auf unsere Bühnen finden, ebenso wie die Werke des Böhmen Franz Krommer, dessen Klarinettenkonzert zu den Perlen der Literatur zählen dürfte und in unserem vielseitigen und sehr beliebten Solo-Klarinettisten Jerzy Bojanowski einen wunderbaren Solisten findet. Eines der wichtigsten Werke „aus Tolbergs Zeit“, die Trauer-Sinfonie von Joseph Haydn, wird dem Todesjahr der drei Herren ihren Respekt zollen.

Auf eine ganz eigene, individuelle Weise wird die Komposition von Charlotte Seither sich mit der kristallinen Struktur des Salzes beschäftigen, dieser im Leben Tolbergs so wichtigen Substanz.

Eine besondere Freude ist es, den Konzertmeister des Kölner Gürzenich-Orchesters Torsten Janicke nach seinem Gastspiel 2020 erneut bei uns als musikalischen Leiter begrüßen zu dürfen.

Das Programm:

Uraufführung eines Werkes von Charlotte Seither (Berlin; www.charloetteseither.de)

Joseph Haydn - Sinfonie Nr.44 e-Moll Hob. I:44 „Trauer-Sinfonie“
Franz Krommer - Konzert Nr.1 Es-Dur für  Klarinette und Orchester op.36
Charlotte Seither - Neues Werk
Ignaz Pleyel - Sinfonie f-Moll B.138