1824 - Das russische Bad - Sechstes festliches cammerphilharmonisches Concert

1824 - Das russische Bad - Sechstes festliches cammerphilharmonisches Concert
am 01.04.2022
Im Jahr 1824 erscheint in Berlin eine Schrift „Russische Heilbäder als Heilmittel durch Erfolge bewährt“. Im selben Jahr wird in Salzelmen das russische Bad eröffnet, der finnischen Sauna verwandt, mit ätherischen Aufgüssen, die mit Birken-... weiterlesen
Tickets ab 6,50 €

Termine

Orte Datum
Schönebeck
Dr.-Tolberg-Saal
Fr. 01.04.2022 19:30 Uhr Tickets ab 6,50 €

Event-Info

Im Jahr 1824 erscheint in Berlin eine Schrift „Russische Heilbäder als Heilmittel durch Erfolge bewährt“. Im selben Jahr wird in Salzelmen das russische Bad eröffnet, der finnischen Sauna verwandt, mit ätherischen Aufgüssen, die mit Birken- und Wachholder-Reisigen verteilt werden. Zwei Jahre später schreibt auch Tolberg über die Heilerfolge dieses Bades.

Im selben Jahr schreibt der 15-jährige Mendelssohn seine erste große Orchestersinfonie und beendet damit die Phase, in der er in dreizehn Streichersinfonien diese Form erkundet hat.  Kurz zuvor war der traditionelle Reigen der Streichinstrumente durch die Konstruktion des Arpeggione erweitert worden, einer Melange aus Violoncello und Gitarre. 1824 schreibt Schubert seine Sonate für dieses Instrument, dass bei der ersten Drucklegung knapp fünfzig Jahre später bereits wieder in Vergessenheit geraten ist, sodass es Fassungen für Geige, Viola oder Violoncello gibt, um es aufführen zu können. Wer wäre für die Interpretation dieses Werkes prädestinierter als unsere großartige russische Solocellistin Elena Tkatchenko?

Wie die Sonate Schuberts ist auch das Hauptwerk des Abends eine Orchesterbearbeitung eines originären Kammermusikwerkes. Neben seinen Sinfonien ist die Gattung des Streichquartetts mit fünfzehn Werken von zentraler Bedeutung im Werk Schostakowitschs. Das dritte Quartett entstand 1946, kurz nach der 9.Sinfonie, die in ihrem Humor und grenzenlosen Optimismus das Ende des Weltkrieges feiert. Im Gegensatz dazu scheint das Quartett die wachsende Einsamkeit der unter den Kulturresolutionen der sowjetischen Führung widerzuspiegeln. Im klassischen Duktus, in der Melancholie und in der Freude an der Zusammenführung fremder Tonarten ist das Werk in der Orchesterfassung von Rudolf Barshai ideal für den Dialog mit Schuberts Sonate.

Als eine Wanderin zwischen Welten, der östlichen und der westlichen, der traditionellen und der modernen, versteht sich auch Franghis Ali- Zadeh, deren für uns geschriebenes Werk wir mit Spannung erwarten.

Das Programm:

Franghis Ali-Zadeh - Sommer-Eindruck (Uraufführung)
Felix Mendelssohn-Bartholdy - Streichersinfonie Nr.13 c-Moll
Franz Schubert - Sonate a-Moll D 821 „Arpeggione“ (Orchesterfassung J.M.Horstmann)
Dimitri Schostakowitsch - Kammersinfonie op.73a

Event-Info

Im Jahr 1824 erscheint in Berlin eine Schrift „Russische Heilbäder als Heilmittel durch Erfolge bewährt“. Im selben Jahr wird in Salzelmen das russische Bad eröffnet, der finnischen Sauna verwandt, mit ätherischen Aufgüssen, die mit Birken- und Wachholder-Reisigen verteilt werden. Zwei Jahre später schreibt auch Tolberg über die Heilerfolge dieses Bades.

Im selben Jahr schreibt der 15-jährige Mendelssohn seine erste große Orchestersinfonie und beendet damit die Phase, in der er in dreizehn Streichersinfonien diese Form erkundet hat.  Kurz zuvor war der traditionelle Reigen der Streichinstrumente durch die Konstruktion des Arpeggione erweitert worden, einer Melange aus Violoncello und Gitarre. 1824 schreibt Schubert seine Sonate für dieses Instrument, dass bei der ersten Drucklegung knapp fünfzig Jahre später bereits wieder in Vergessenheit geraten ist, sodass es Fassungen für Geige, Viola oder Violoncello gibt, um es aufführen zu können. Wer wäre für die Interpretation dieses Werkes prädestinierter als unsere großartige russische Solocellistin Elena Tkatchenko?

Wie die Sonate Schuberts ist auch das Hauptwerk des Abends eine Orchesterbearbeitung eines originären Kammermusikwerkes. Neben seinen Sinfonien ist die Gattung des Streichquartetts mit fünfzehn Werken von zentraler Bedeutung im Werk Schostakowitschs. Das dritte Quartett entstand 1946, kurz nach der 9.Sinfonie, die in ihrem Humor und grenzenlosen Optimismus das Ende des Weltkrieges feiert. Im Gegensatz dazu scheint das Quartett die wachsende Einsamkeit der unter den Kulturresolutionen der sowjetischen Führung widerzuspiegeln. Im klassischen Duktus, in der Melancholie und in der Freude an der Zusammenführung fremder Tonarten ist das Werk in der Orchesterfassung von Rudolf Barshai ideal für den Dialog mit Schuberts Sonate.

Als eine Wanderin zwischen Welten, der östlichen und der westlichen, der traditionellen und der modernen, versteht sich auch Franghis Ali- Zadeh, deren für uns geschriebenes Werk wir mit Spannung erwarten.

Das Programm:

Franghis Ali-Zadeh - Sommer-Eindruck (Uraufführung)
Felix Mendelssohn-Bartholdy - Streichersinfonie Nr.13 c-Moll
Franz Schubert - Sonate a-Moll D 821 „Arpeggione“ (Orchesterfassung J.M.Horstmann)
Dimitri Schostakowitsch - Kammersinfonie op.73a