1791 - Doktorwürde - Viertes festliches cammerphiharmonisches Concert

1791 - Doktorwürde - Viertes festliches cammerphiharmonisches Concert
am 04.02.2022
Religiöse Konflikte zwischen Orthodoxie und Neologie, zwischen kirchlicher Tradition und der immer weiter um sich greifenden Aufklärung gipfelten im vom preußischen König Friedrich Wilhelm II. erlassenen Religionsedikt von 1788 mit dem Ziel,... weiterlesen
Tickets ab 6,50 €

Termine

Orte Datum
Schönebeck
Dr.-Tolberg-Saal
Fr. 04.02.2022 19:30 Uhr Tickets ab 6,50 €

Event-Info

Religiöse Konflikte zwischen Orthodoxie und Neologie, zwischen kirchlicher Tradition und der immer weiter um sich greifenden Aufklärung gipfelten im vom preußischen König Friedrich Wilhelm II. erlassenen Religionsedikt von 1788 mit dem Ziel, die neueren Strömungen zu knebeln und die konservativen Kräfte zu unterstützen. Grund genug für Johann Wilhelm Tolberg, dem zunächst begonnenen Studium der Theologie den Rücken zu kehren und sich an der Universität Halle der Medizin zuzuwenden, um im Jahre 1791 erfolgreich zu promovieren. Er hoffte, „frey von allen Symbolen am Arm der Natur“ seiner „Ueberzeugung folgen“ und der Menschheit nützlich sein zu können.

Mozart schrieb im selben Jahr - es sollte sein Todesjahr werden - seine Krönungsoper für Leopold II.von Böhmen über Titus Vespasian, der nicht an erstarrten Gesetzen festhält, sondern weise, milde und zukunftsorientiert handelt. Mozart, der immer danach trachtete, sich der Fessel der Konvention zu entziehen, suchte den Kontakt zu weltoffenen, philantropischen Zeitgenossen. Einer davon war Sigmund Haffner der Jüngere, der auch noch als Edler zu Innbachhausen sein Geld freigebig unter Arme und Bedürftige verteilte und dem Mozart neben einer Serenade seine D-Dur- Sinfonie widmete.

Wie Tolberg schwankte der Franzose Jacques Ibert zwischen zwei Welten, der Übernahme der väterlichen Geschäfte und dem Ruf der Musik. Sein 1934 entstandenes Flötenkonzert ist ein brillant-geistreiches Werk voller französischem Esprit. Wir freuen uns sehr, für den anspruchsvollen Solopart Jelka Weber, Flötistin der Berliner Philharmoniker, gewonnen zu haben.

Auch der in sachsen-Anhalt geborene C. Réné Hirschfeld ist ein Wanderer zwischen den musischen Welten, daher dürfen wir sehr gespannt sein auf das neue Werk des Composer in Residence des Gesellschaftshauses Magdeburg.

Das Programm:

Uraufführung eines Werkes von René Hirschfeld (Wernigerode; www.renehirschfeld.de)

W. A. Mozart - Ouvertüre zur Oper „la clemenza di Tito“ KV 621
Jacques Ibert - Konzert für Flöte und Orchester
C. Réné Hirschfeld - Neues Werk
W. A. Mozart - Sinfonie Nr. 35 D-Dur KV 385 „Haffner-Sinfonie“

Event-Info

Religiöse Konflikte zwischen Orthodoxie und Neologie, zwischen kirchlicher Tradition und der immer weiter um sich greifenden Aufklärung gipfelten im vom preußischen König Friedrich Wilhelm II. erlassenen Religionsedikt von 1788 mit dem Ziel, die neueren Strömungen zu knebeln und die konservativen Kräfte zu unterstützen. Grund genug für Johann Wilhelm Tolberg, dem zunächst begonnenen Studium der Theologie den Rücken zu kehren und sich an der Universität Halle der Medizin zuzuwenden, um im Jahre 1791 erfolgreich zu promovieren. Er hoffte, „frey von allen Symbolen am Arm der Natur“ seiner „Ueberzeugung folgen“ und der Menschheit nützlich sein zu können.

Mozart schrieb im selben Jahr - es sollte sein Todesjahr werden - seine Krönungsoper für Leopold II.von Böhmen über Titus Vespasian, der nicht an erstarrten Gesetzen festhält, sondern weise, milde und zukunftsorientiert handelt. Mozart, der immer danach trachtete, sich der Fessel der Konvention zu entziehen, suchte den Kontakt zu weltoffenen, philantropischen Zeitgenossen. Einer davon war Sigmund Haffner der Jüngere, der auch noch als Edler zu Innbachhausen sein Geld freigebig unter Arme und Bedürftige verteilte und dem Mozart neben einer Serenade seine D-Dur- Sinfonie widmete.

Wie Tolberg schwankte der Franzose Jacques Ibert zwischen zwei Welten, der Übernahme der väterlichen Geschäfte und dem Ruf der Musik. Sein 1934 entstandenes Flötenkonzert ist ein brillant-geistreiches Werk voller französischem Esprit. Wir freuen uns sehr, für den anspruchsvollen Solopart Jelka Weber, Flötistin der Berliner Philharmoniker, gewonnen zu haben.

Auch der in sachsen-Anhalt geborene C. Réné Hirschfeld ist ein Wanderer zwischen den musischen Welten, daher dürfen wir sehr gespannt sein auf das neue Werk des Composer in Residence des Gesellschaftshauses Magdeburg.

Das Programm:

Uraufführung eines Werkes von René Hirschfeld (Wernigerode; www.renehirschfeld.de)

W. A. Mozart - Ouvertüre zur Oper „la clemenza di Tito“ KV 621
Jacques Ibert - Konzert für Flöte und Orchester
C. Réné Hirschfeld - Neues Werk
W. A. Mozart - Sinfonie Nr. 35 D-Dur KV 385 „Haffner-Sinfonie“