...sprachlos! Stummfilmkonzert im großen Schwimmerbecken - Film: Der Mann mit der Kamera

...sprachlos! Stummfilmkonzert im großen Schwimmerbecken - Film: Der Mann mit der Kamera
am 10.03.2023
»Sprachlos - Stummfilme mit Live-Musik« In bezaubernden Kino- und Konzertsälen, in stets gepflegt intimem Ambiente, wird die Vereinigung von Kino und Musik wiederbelebt. Die Magie der Erinnerungen an 35-Millimeter Spulen die summend im Rücken... weiterlesen
Tickets ab 16,50 €

Termine

Orte Datum
Wolfsburg
Hallenbad - Kultur am Schachtweg
Fr. 10.03.2023 20:00 Uhr Tickets ab 16,50 €

Event-Info

»Sprachlos - Stummfilme mit Live-Musik«

In bezaubernden Kino- und Konzertsälen, in stets gepflegt intimem Ambiente, wird die Vereinigung von Kino und Musik wiederbelebt. Die Magie der Erinnerungen an 35-Millimeter Spulen die summend im Rücken der Zuschauer ihr flackerndes Licht auf die Leinwand projizieren; ein letztes Husten im gespannten Raum, während die Musiker beim Dimmen des Saallichtes noch kurz ihre Instrumente stimmen - 2023 im großen Schwimmerbecken des Hallenbades.

Musik und Band

Seit 2007 schreibt Simon Quinn seine Soundtracks für ein Quartett, das nun seit mehr als 14 Jahren zusammenspielt, bestehend aus den drei Brüdern Nolan (Trompete), Brian (Schlagzeug), dem Autor selbst, Simon Quinn (Kontrabass) und Johannes von Ballestrem (Klavier). Die drei Musikerbrüder Nolan, Simon und Brian Quinn verfügen zusammen mit dem Pianisten Johannes von Ballestrem über eine langjährige und fundierte Erfahrung in der Komposition und Live-Aufführung von selbst geschriebenen Soundtracks zu Meisterwerken der Stummfilm-Ära. Bei den Produktionen waren unter anderem Kurt Rosenwinkel, Max De Aloe, Oliver Illi, Tomek Soltys und Viola Hammer zu Gast.


Film: Der Mann mit der Kamera

1929 / Stummfilm Dokumentation / Regie Dziga Vertov / 68 Minuten

Der Mann mit der Kamera ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 1929 von Dziga Vertov mit Mikhail Kaufman.
Eines der erstaunlichsten Filmdokumente seiner Zeit. Vertov dokumentiert den Tagesablauf einer großen sowjetischen Stadt und legt seinen Film als wegweisendes Experiment an. Er verzichtet auf narrative und inszenierend-gestaltende Elemente und setzt allein auf die Wirkung der Montage. Filme sollten nach Vertovs Überzeugung generell und ausnahmslos das "Leben so zeigen, wie es ist"; jede Art von Inszenierung war ihm Verfälschung und nur Verdummung des Publikums.

„Der Mann mit der Kamera“ besitzt eine große Bedeutung für die Filmgeschichte, da Wertow mit der Produktion dieses Films eine Vielzahl von Filmtechniken erfand bzw. erstmals einsetzte oder entscheidend weiterentwickelte, darunter Mehrfachbelichtung, Zeitlupe und Zeitraffer, Freeze Frame, Match Cut, Jump Cut, Split Screen, Dutch Angle, Detailaufnahme, Kamerafahrt, rückwärts abgespieltes Filmmaterial, Stop-Motion-Animation und selbstreflexive Einstellungen sowie das allgemeine reflexive Konzept. Mittlerweile wird der Film aber meist für die Erfindung vieler filmischer Stilmittel wertgeschätzt sowie allgemein dafür, „seiner Zeit weit voraus“ gewesen zu sein. In der Sight & Sound-Umfrage von 2012 wurde der Film von Kritikern auf Platz 8 der besten Filme aller Zeiten gewählt und später vom selben Magazin auch die „beste Dokumentation aller Zeiten“ genannt. In der 2021 erstellten Liste der 100 besten Filme in der Geschichte des ukrainischen Kinos landete der Film auf dem dritten Platz.

Event-Info

»Sprachlos - Stummfilme mit Live-Musik«

In bezaubernden Kino- und Konzertsälen, in stets gepflegt intimem Ambiente, wird die Vereinigung von Kino und Musik wiederbelebt. Die Magie der Erinnerungen an 35-Millimeter Spulen die summend im Rücken der Zuschauer ihr flackerndes Licht auf die Leinwand projizieren; ein letztes Husten im gespannten Raum, während die Musiker beim Dimmen des Saallichtes noch kurz ihre Instrumente stimmen - 2023 im großen Schwimmerbecken des Hallenbades.

Musik und Band

Seit 2007 schreibt Simon Quinn seine Soundtracks für ein Quartett, das nun seit mehr als 14 Jahren zusammenspielt, bestehend aus den drei Brüdern Nolan (Trompete), Brian (Schlagzeug), dem Autor selbst, Simon Quinn (Kontrabass) und Johannes von Ballestrem (Klavier). Die drei Musikerbrüder Nolan, Simon und Brian Quinn verfügen zusammen mit dem Pianisten Johannes von Ballestrem über eine langjährige und fundierte Erfahrung in der Komposition und Live-Aufführung von selbst geschriebenen Soundtracks zu Meisterwerken der Stummfilm-Ära. Bei den Produktionen waren unter anderem Kurt Rosenwinkel, Max De Aloe, Oliver Illi, Tomek Soltys und Viola Hammer zu Gast.


Film: Der Mann mit der Kamera

1929 / Stummfilm Dokumentation / Regie Dziga Vertov / 68 Minuten

Der Mann mit der Kamera ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 1929 von Dziga Vertov mit Mikhail Kaufman.
Eines der erstaunlichsten Filmdokumente seiner Zeit. Vertov dokumentiert den Tagesablauf einer großen sowjetischen Stadt und legt seinen Film als wegweisendes Experiment an. Er verzichtet auf narrative und inszenierend-gestaltende Elemente und setzt allein auf die Wirkung der Montage. Filme sollten nach Vertovs Überzeugung generell und ausnahmslos das "Leben so zeigen, wie es ist"; jede Art von Inszenierung war ihm Verfälschung und nur Verdummung des Publikums.

„Der Mann mit der Kamera“ besitzt eine große Bedeutung für die Filmgeschichte, da Wertow mit der Produktion dieses Films eine Vielzahl von Filmtechniken erfand bzw. erstmals einsetzte oder entscheidend weiterentwickelte, darunter Mehrfachbelichtung, Zeitlupe und Zeitraffer, Freeze Frame, Match Cut, Jump Cut, Split Screen, Dutch Angle, Detailaufnahme, Kamerafahrt, rückwärts abgespieltes Filmmaterial, Stop-Motion-Animation und selbstreflexive Einstellungen sowie das allgemeine reflexive Konzept. Mittlerweile wird der Film aber meist für die Erfindung vieler filmischer Stilmittel wertgeschätzt sowie allgemein dafür, „seiner Zeit weit voraus“ gewesen zu sein. In der Sight & Sound-Umfrage von 2012 wurde der Film von Kritikern auf Platz 8 der besten Filme aller Zeiten gewählt und später vom selben Magazin auch die „beste Dokumentation aller Zeiten“ genannt. In der 2021 erstellten Liste der 100 besten Filme in der Geschichte des ukrainischen Kinos landete der Film auf dem dritten Platz.